IMG 7952Eine große Reise ist zu Ende. Für die einen waren es nur wenige Kilometer, für die anderen ein Weg um die "halbe" Welt. Für alle - die Jugendlichen unseres Kirchenbezirks und aus Papua Neuguinea- bedeutete diese Reise aber das Gleiche: ein veränderter Blick auf sich selbst und das eigene Leben und ein geweiteter Blick auf die Welt und auf die Menschen, die in ihr leben. Und vorallem eine tiefe Verbundenheit zu den Gästen und Gastgeber_innen.

Tag 1 - Weltenbummler & Weltmeisterschaft

IMG 7361Nach zwei Tagen Reise konnten die acht Gäste aus Papua Neuguinea endlich von der deutschen Gastgruppe und vielen Jugendlichen aus dem Kirchenbezirk in der Hütte Hartha begrüßt werden. Der Jugendgottesdienst machte deutlich, dass wir "mit meinem Gott über Mauern" springen können.- Über die Kulturellen und die ganz Alltäglichen.

Das hat vielleicht auch die deutsche Fußballnationallmannschaft gedacht und ist vor den Augen vieler Mitfiebernden aus dem Kirchenbezirk Weltmeister geworden.

 

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Tag 2 - Musik liegt in der Luft

IMG 7432Schon an diesem Montag war nicht zu erkennen, dass die beiden Jugendgruppen sich erst seit wenigen Stunden kennen. Bei Spielen, Gesprächen und gemeinsamen Essen wirkten sie von Anfang an wie eine Gruppe! Das war auch in Hartha mit einer Version des Kirchenlied "Vom Aufgang der Sonne" zu hören, was spontan über die angrenzenden Felder und Wiesen auf Tok Pisin erklang. Wir alle fielen müde, aber unendlich glücklich über diesen Tag in unsere Betten!

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Tag 3 - Farbe, Leinwand und fremde Klänge

Die Jugendbegegnung ist schon ein großes Abenteuer für sich! Wir wagten am Morgen noch ein Weiteres: Auf einer großen Leinwand malten wir gemeinsam, was uns in unserem Leben wichtig ist. Und was wir gern anderen Menschen weitergeben möchten.

Für den Nachmittag konnten wir die beste Natur- und Stadtfühererin gewinnen, die man sich vorstellen kann! Mit Marie wanderte die Gruppe durch den Forstbotanischen Garten nach Tharandt.

Der Abend war genauso ereignis reich wie der ganze Tag: Vor Gästen präsentierte die Jugendlichen aus Papua Neuguinea einnige traditionelle Tänze und Lieder. Zum Abschluss durften wir ien traditionelles Gericht probieren!

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Tag 4 - Willkommen in der großen Stadt!

Mit Aufregung starteten wir den Tag und fuhren nach Dresden Richtung Landesjugendpfarramt. Dort begrüßten uns Tobias Bildz, der Landesjugendpfarrer, Lars Schwenzer und Christiane Thomas. Gemeinsam tauschten wir uns über die Herausforderungen der kirchlichen Jugendarbeit in beiden Ländern aus.

Nach einem wunderbaren Mittagessen unter freiem Himmel, schlenderten wir mit Somon Wolf durch Dresden und entdeckten gemeinsam den kulturellen und hitsorischen Reichtum dieser Stadt.

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Tag 5 - In heimischen Gefilden

Heute erkundeten wir das "Herz" des Kirchenbezirks, nämlich Freiberg. Nachdem alle Geschichten von Otto dem Reichen, dem Silber und von Kunz von Kauffungen erzählt waren, machten sich die Jugendlichen zu einer Beobachtungstour auf. In gemischten Gruppen beobachteten sie Menschen auf der Straße. 

Mit einer sehr außergewöhnlich persönlichen Führung durch den Dom und die Annenkapelle, weihte uns Superintendent Christoph Noth in die Geheimnisse des Kirchengebäudes ein.

Im Jugendtreff TEE-EI wurden wir herzlich mit Tee und Kuchen begrüßt. Die Besucher_innen des TEE-EIs hatten dabei viel Freude, Worte auf Tok Pisin (die Sprache der Gäste) zu lernen.

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Tag 6 - Rätsel lösen

Mit ein wenig Wehmut reisten wir aus der Hütte Hartha ab. Und nun das Rätsel: Wie passen 16x Reisegepäck, Material, Geschenke, Lebensmittel und Menschen in drei Kleinwagen? Keine Ahnung, aber wir haben es geschafft!

In Oberschöna verlebten wir eine intensive Zeit der Begegnung mit tiefen Gespräch und einem Highlight: Die Gastgruppe lehrte uns Tänze und Lieder und kleidete uns ein!

Am Abend durften wir zu Gast bei der Jungen Gemeinde sein, die uns mit einem wunderbaren Grillbuffet verwöhnte! Als Dankeschön gab es eine Präsentation von Tänzen, Liedern und einem Theaterstück, präsentiert von den Jugendlichen aus PNG und Deutschland.

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Tag 7 & 8 - Hinter verschlossenen Türen

Du hast die Jugendbegegnung bis jetzt intensiv verfolgt? Die nächsten zwei Tage findet die Begegnung in Gastfamilien statt - also hinter verschlossenen Türen.

Ab Montag gibt es dann wieder ein Update der Begegnung!

 

Tag 9 - Auf nach Wittenberg!

Dieser Tag hatte es in sich! Nach einem spannenden Wochenende, getrennt von der Gruppe, in den Gastfamilien, fuhren wir gemeinsam nach Wittenberg, in die Wiegenstadt der Reformation.

Am Nachmittag durchkreuzten wir die Lutherstadt. Die Jugendlichen zeigten sich gegenseitig Orte, die eine Verbindung mit ihrem eigenen Leben haben. So stand Aileen aus Papua Neuguinea vor einer Miniaturnachbildung des Prager Frühlings und Anja aus Freiberg vor einem EINE WELT-Laden.

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Tag 10 - Auf den Spuren Martin Luthers

Am Vormittag besuchten wir das Lutherhaus und hatten dabei die einmalige Gelegenheit die Ereignisse der Reformation und ihre Ausstrahlung auf unsere Gegenwart und Zukunft mit unseren Gästen aus Papua Neuguinea zu teilen.

Am Nachmittag kam Farbe und Bewegung in den Luthergarten. In einem Workshop tauschten wir uns über die Bedeutung von so großen Worten wie "Glauben", "Liebe", "Teilen" in unserer jeweiligen Kultur aus. Wir schenkten uns symblisch verschiedene Worte und irritierten damit nicht nur einmal die vorbeilaufenden Passanten.

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Tag 11 - Von Wittenberg nach Leipzig

Eins können wir von Anfang richtig gut miteinander: Packen, Zusammenräumen und alles in Autos oder Zügen verstauen. So war es auch wieder am Morgen unserer Abreise von Wittenberg.

Doch zuvor setzten sich die Jugendlichen in ihren Ländergruppen zusammen um zu diskutieren, welche Probleme sie in ihrem Land als dringend ansehen.

Nachdem die Probleme ausreichend diskutiert wurden, ging es eilenden Schrittes zum Bahnhof um nach Leipzig zu reisen. Mit offenen Armen und herzlichen Worten wurden wir im Leipziger Missionswerk von Hans-Georg Tannhäuser, dem Referenten für Papua Neuguinea und Indien empfangen.

Den Nachmittag verbrachten wir mit Eiskrem und Tobias Troeger bei spannenden Gesprächen über Papua Neuguinea und Deutschland.

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Tag 12 - Mission und Konsumkreisläufe

Von Leipzig haben wir heute nicht viel gesehen, aber reichlich Denkfutter erhalten!

Am Vormittag begleitete uns Herr Tannhäuser durch die Ausstellung "Mission - Um Gottes Willen" und ermöglichte uns über die Rolle von Missionaren sowie über die Verbindung zwische Kultur und Glauben nachzudenken.

Am Mittag wurden wir von Caroline Richter mit einem spontanen Besuch überrascht, die 2011 und 2012 gemeinsam mit dem Kirchenbezirk Freiberg die Jugendpartnerschaft aufbaute und begleitete.

Christine Müller, Referentin bei der Arbeitsstelle EINE WELT der Sächsichen Landeskirche, lenkte unseren Blick auf die Frage, warum die Länder des Nordens so reich und die Länder des Südens, trotz ihrer üppigen natürlichen Ressourcen, arm sind.

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Tag 13 - Bepackt wieder auf Reisen

Vielleicht könnte die Überschrift in dieser Woche tatsächlich "Unterwegs" lauten. Zum einen von Ort zu Ort, aber vor allem in unseren Köpfen und Herzen. In den letzten Tagen ist viel in Bewegung gekommen, wurden Denkpfade verlassen und neue gesucht. Das war und bleibt anstrengend, aber auch beglückend!

Am Vormittag trafen wir uns, wie jeden Morgen, zu unserer Morgenandacht und diesmal mischten sich noch Christine Müller, Hans-Georg Tannhäuser, Studierende und ein ehemaliger PNG-Freiwilliger in unsere Runde.

Mit vielen Fragen und Diskussionen stellten wir uns gegenseitig Probleme vor, die wir momentan in unseren beiden Ländern sehen. Diese Runde gab Gesprächs- und Nachfragestoff ohne ein sichtbares Ende.

Bepackt mit vielen Eindrücken, Ideen und Gepäck, ging es am späten Nachmittag zurück in die Gastfamilien.

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Tag 14 & 15 - Klappe Abenteuer Gastfamilie, die Zweite

Die Zeit in den Gastfamilien bleibt auch beim zweiten Mal ein großes Abenteuer für Gast und Gastgeber_innen.

Tag 16 - Shoppen und Hausarbeit

Diesen Tag hatten die Mädels und die Jungs jeweils ganz für sich. Am sogenannten "Boys & Girls Day" zogen sie mit einem prall gefüllten Picknikkorb an einen Ort ihrer Wahl um über ein Thema ihrer Wahl zu sprechen.

Die "Mädchenrunde" stellte fest, dass sich -egal ob in PNG oder in Deutschland-  die Frauen oft um den Familieneinkauf kümmern. Somit liegt es auch in ihrer Hand, unter welchen sozialen und ökologischen Bedingungen die Lebensmittel, die auf dem Familientisch stehen, produziert wurden. Mutig besuchten sie verschiedene Geshäfte in Dippoldiswalde und fragten einfach mal nach, wie die Produkte hergestellt werden und wo die Rohstoffe dafür herkommen.

Die "Jungsrunde" wählte isch das Thema "Haushalt". Bevor man diesen aber führen kann, braucht man aber bekanntlich ein Haus. Deshalb zogen die Jungs durch Wald und Fald und bauten gemeinsam eine gemütliche Hütte.

Am Abend begrüßten wir Jugendliche aus der Jungen Gemeinde Seifersdorf. Mit ihnen aßen und spielten wir.

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Tag 17 - Geschichten über Teamgeist & Gastfreundschaft

In dieser Woche ist ein wenig der "Wurm drin". Schon das zweite Mal in dieser Woche ist ein Arztbesuch angesagt! Das hielt uns aber nicht davon ab am Nachmittag zu erleben, was wir schon die ganze Zeit spüren konnten. Nämlich, dass die Gruppe zu einer starken Gemeinschaft zusammengewachsen ist. Mit Bettina Lemke lösten wir knifflige Gruppenaufgaben mit dem Seil und errichteten bei strömenden Regen einen riesigen Jengaturm.

In unerwarteter Gastfreundschaft erlebten wir einen reichen Abend in die Kirchgemeinde Oberbobritzsch. Nach einem liebevoll zubereiteten Abendessen durften wir in einer zweisprachigen Abendandacht  die Vielfalt der Kirchgemeinde mit Kirchen- und Posaunenchor erleben. Dieser Abend gab den Anstoß für viele nachfolgende Gespräche in der Begegnungsgruppe. 

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Tag 18 - Besuch in der Bischofskanzlei

Die Begegnung neigt sich dem Ende. Schön, dass wir uns an dieser Stelle mit dem Landesbischof Jochen Bohl in der Bischofskanzlei treffen konnten. Die Fragen und Antworten der Jugendlichen ließen durchblicken, welche Tiefe die Erfahrungen der letzten drei Wochen haben.

Es ist gut Erfahrungen zu machen, noch besser sie aussprechen zu können konkrete Schritte gehen zu können. Das haben wir im Anschluss an den Besuch beim Landesbischof gemacht. In der schönen Atmoshäre des Dresdner Hasenberges haben die Jugendlichen intensiv darüber nachgedacht, welchen Ideen sie nach der Jugendbegegnung persönlich und als Gruppe nachgehen wollen.

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Tag 19 - Das Ende naht

An diesem Tag haben sich die Jugendlichen selbst und gegenseitig beschenkt. Und ein Geschenk für die zukünftigen Begegnungsgruppen war auch dabei: Am Vormittag hat jede_r für sich selbst formuliert in welchen Situationen sie_er besonders über sich hinausgewachsen ist. Im Anschluss daran haben sich die Jugendlichen gegenseitig Briefe geschrieben, die ausdrückten, was er_sie an den anderen so wertvoll während der gemeinsamen Zeit empfand. Nach einer Denkauszeit an der Talsperre Malter haben die Jugendlichen noch formuliert, was bei den nächsten Jugendbegegnungen unbedingt bedacht werden sollte.

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Tag 20 - Lachen schadet der Gesundhait

Die Kirchenscheune war blitzeblank und alles Gepäck in den Kleinbussen verstaut. Die Überraschung in Pretzschendorf konnte also kommen: Als Zeichen unser gemeinsamen Zeit pflanzen wir in den Pretzschendorfer Pfarrgarten einen Apfelbaum. Darauf stießen wir mit einem Bananenshake, gereicht von Pfarrerin Münch, an.

Nun wartete die letzte Station auf uns, das Pfarrhaus Großhartmannsdorf. An diesem Abend wurde der Satz geprägt "Laughing is not good for your health." Vielleicht macht dieser Satz deutlich wie fröhlich dieser Tag ( und die gesamte Jugendbegegnung) war.

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Tag 21- Freude und Trauer

Am Nachmittag feierten wir, gemeinsam mit vielen Gästen, einen Abschiedsgottesdienst mit anschließendem Abschlussfest. In der  Freude über die gemeinsam erlebte Zeit und die vielen unterwarteten reichen Momente blitzte an diesem Tag immer wieder der nahende Abschied voneinander und eine damit verbundene Trauer durch.

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Tag 22 - Ein letztes Mal "Käsebrot ist ein gutes Brot"

Ein letztes Mal hörten wir Joes´ Satz "Käsebrot ist ein gutes Brot." Denn heute fuhren wir gemeinsam nach Frankfurt zum Flughafen um unsere Gäste zu verabschieden.

Wer an diesem Tag auf dem Flughafen genau hingeschaut hat, konnte Bilder wie diese sehen: Zwei junge Frauen gehen Arm in Arm einen langen Flur entlang. Es scheint so, als stützen sie sich gegenseitig. Die eine junge Frau geht zurück nach Papua Neuguinea, die andere zurück in ihren Alltag in Deutschland.

Bilder wie dieses lassen ein wenig aufblitzen, was an nicht Beschreibbaren in den letzen drei Wochen zwischen Jugendlichen aus Papua Neuguinea und ihren deutschen Gastgeber_innen passiert sein muss.

 

 

 

 

 

 

 

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