Um unsere Website stetig zu verbessern, nutzen wir Cookies.

Mehr Infos

OK!

Bezirksjugendordnung für die Bezirksjugendkammer des Kirchenbezirks Freiberg ab dem 01. April 2017

§ 1 Zusammensetzung der Bezirksjugendkammer
(1) Die Bezirksjugendkammer besteht aus gewählten und geborenen Mitgliedern. Weitere Mitglieder können berufen werden.
(2) Die Wahlversammlung des Kirchenbezirkes wählt aus ihrer Mitte für die Dauer von drei Jahren acht Mitglieder der Bezirksjugendkammer, von denen höchstens zwei in einem hauptamtlichen kirchlichem Dienstverhältnis stehen. Wiederwahl ist möglich. Näheres regelt die Wahlordnung.
(3) Geborene Mitglieder sind der/die Jugendpfarrer/in und der/die Jugendwart/in.
(4) Der Gemeindepädagogenkonvent entsendet einen/eine Vertreter/in.
(5) Der Kirchenbezirksvorstand kann bis zu zwei hauptamtliche Jugendmitarbeitende des Kirchenbezirkes entsenden.
(6) Weitere drei Mitglieder können durch die Bezirksjugend-kammer in der ersten Sitzung berufen werden. Bei der Berufung sind die Vielgestaltigkeit der Evangelischen Jugendarbeit im Kirchenbezirk und insbesondere die angemessene Vertretung der Vereine und Verbände der Evangelischen Jugend zu beachten. Außerdem ist die Verbindung zu den Gremien des Kirchenbezirks zu berücksichtigen.
(7) Die Zahl der geborenen, entsandten und berufenen Mitglieder soll insgesamt die Anzahl der gewählten Mitglieder nicht übersteigen. Näheres kann in einer Wahlordnung geregelt werden.

§ 2 Amtsdauer der Mitglieder
(1) Die Amtsdauer der Mitglieder beträgt drei Jahre. Nach Ablauf der Amtsdauer führen sie ihre Tätigkeit bis zur Neubildung der Bezirksjugendkammer fort.
(2) Die Mitglieder der Bezirksjugendkammer können vor Ablauf der Amtsdauer aus wichtigem Grund vom Kirchenbezirksvorstand abberufen werden. Der Beschluss bedarf der Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder.
(3) Scheidet ein gewähltes oder berufenes Mitglied vorzeitig aus oder wird aufgrund von Absatz 2 abberufen, beruft die Bezirksjugendkammer für die verbleibende Amtsdauer ein Ersatzmitglied.

 

§ 3 Vorsitz
Die Bezirksjugendkammer wählt in ihrer ersten Sitzung mit den berufenen Mitgliedern aus ihrer Mitte eine/n Vorsitzende/n und eine/n stellvertretende/n Vorsitzende/n für die Amtsdauer der Bezirksjugendkammer. Ist der/die Jugendpfarrer/in oder der/die Jugendwart/in zum/zur Vorsitzenden gewählt, soll der/die stellvertretende Vorsitzende ein ehrenamtlicher Mitarbeiter/eine ehrenamtliche Mitarbeiterin sein. Ist eine ehrenamtliche Mitarbeitende zur Vorsitzenden/ ein ehrenamtlicher Mitarbeitender zum Vorsitzenden gewählt, soll der/die stellvertretende Vorsitzende der/die Jugendpfarrer/in oder der/die Jugendwart/in sein.

 

§ 4 Aufgaben der Bezirksjugendkammer
Die Bezirksjugendkammer hat insbesondere folgende Aufgaben und Zuständigkeiten:
1. Beschlussfassung über Anträge von Vereinen auf Zugehörigkeit zur Evangelischen Jugend des Kirchenbezirkes. Dazu ist der/die Landesjugendpfarrer/in zu hören und der Beschluss durch den Kirchenbezirksvorstand zu genehmigen.
2. Aufstellen der Bezirksjugendordnung, welche der vom Landeskirchenamt aufgestellten Musterordnung für Bezirksjugendkammern nicht widersprechen darf und der Genehmigung durch den Kirchenbezirksvorstand bedarf.
3. Mitwirkung bei der Anstellung hauptberuflicher Jugendwarte/innen, Jugendmitarbeitenden und haupt- und nebenamtlicher Jugendpfarrer/innen des Kirchenbezirkes.
4. Anregung und Planung gemeinsamer Veranstaltungen und Aktivitäten, wie Mitarbeitendenbildung, Konzeptions- und Strukturfragen. Förderung des Zusammenwirkens zwischen den verschiedenen Formen der gemeindlichen und übergemeindlichen Jugendarbeit und Weiterbildung der Jugendarbeit im Kirchenbezirk.

5. Festlegung und Beschlussfassung über das Veranstaltungsangebot der Evangelischen Jugendarbeit des Kirchenbezirkes, im Rahmen des Jahresplanes.
6. Aufstellung von Richtlinien zur Verwendung der für die Jugendarbeit im Kirchenbezirk zur Verfügung stehenden kirchlichen Finanzmittel und Verteilung dieser Mittel mit Rechenschaftspflicht.
7. Beantragung der für die Jugendarbeit erforderlichen kirchlichen und außerkirchlichen Finanzmittel und Verfügung über diese Mittel im Rahmen der Bewilligung.
8. Vorschläge an das Landesjugendpfarramt zur Beantragung außerkirchlicher Finanzmittel für besondere Vorhaben evangelischer Jugendarbeit im Kirchenbezirk.
9. Kritische Begleitung der haupt- und nebenamtlichen Jugendmitarbeitenden.
10. Vorschläge an den Kirchenbezirksvorstand zur Benennung von Kandidaten/Kandidatinnen für die Wahlen in die Jugendhilfeausschüsse der Landkreise Mittelsachsen und Sächsische Schweiz / Osterzgebirge.
11. Vorschläge an den Kirchenbezirksvorstand zur Benennung jeweils eines beratenden Mitgliedes in den Jugendhilfeausschüssen der Landkreise Mittelsachsen und Sächsische Schweiz / Osterzgebirge.
12. Verbindung zu den Kreisjugendringen in beiden Landkreisen ist zu halten.

 

§ 5 Einberufung und Durchführung der Sitzungen
(1) Die Bezirksjugendkammer ist von dem/der Vorsitzenden oder von dem/der stellvertretenden Vorsitzenden zu Sitzungen einzuberufen, so oft dies zur ordnungsgemäßen Aufgabenwahrnehmung erforderlich ist, mindestens jedoch dreimal im Jahr. Die erste Sitzung der neu gebildeten Bezirksjugendkammer beruft der/die Superintendent/in ein. Die Bezirksjugendkammer ist zu außerplanmäßigen Sitzungen einzuberufen, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder oder der Kirchenbezirksvorstand dies schriftlich verlangen.
(2) Der/Die Vorsitzende oder der /die stellvertretende Vorsitzende lädt die Mitglieder der Bezirksjugendkammer mindestens eine Woche zuvor schriftlich, per Post oder E-Mail, unter Angabe der Tagesordnung, die gemeinsam im Vorfeld erstellt werden soll, zu den Sitzungen ein. Der/Die Superintendent/in erhält Einladung und Tagesordnung zur Kenntnisnahme. Er/Sie ist berechtigt, an den Sitzungen beratend teilzunehmen.
(3) Die Tagesordnung wird zu Beginn der Sitzung gemeinsam beschlossen. Dabei können auf Wunsch der Mitglieder weitere Tagesordnungspunkte ergänzt werden.

(4) Die Sitzungen sind nicht öffentlich. Sie werden von dem/der Vorsitzenden oder dem/der stellvertretenden Vorsitzenden geleitet.
(5) Über die Sitzungen und Beschlüsse der Bezirksjugendkammer ist ein Protokoll zu führen, das von dem/der Vorsitzenden oder dem/der stellvertretenden Vorsitzenden zu unterzeichnen ist. Je ein Protokollexemplar erhalten der Kirchenbezirksvorstand und der/die Superintendent/in. Die Mitglieder der Bezirksjugendkammer sind über den Inhalt des Protokolls in Kenntnis zu setzen.
(6) Die Mitglieder der Bezirksjugendkammer sind zur Verschwiegenheit über vertrauliche Beratungsgegenstände verpflichtet.

 

§ 6 Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung
(1) Die Bezirksjugendkammer ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Kann die Sitzung mangels Beschlussfähigkeit nicht durchgeführt werden, sind die Mitglieder hierüber schriftlich zu informieren und zugleich zu einer neuen Sitzung unter Beibehaltung der Tagesordnung und Einhaltung der Ladungsfrist nach § 5 Absatz 2 einzuberufen. Die Versammlung ist dann in jedem Falle beschlussfähig. Darauf ist bei der Einladung hinzuweisen.
(2) Die Bezirksjugendkammer fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Beschlüsse nach § 4 Nummer 3 bedürfen der absoluten Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Beschlüsse außerhalb einer Versammlung der Mitglieder bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Mehrheit aller Mitglieder.
(3) Abstimmungen werden in der Regel offen durchgeführt. Auf Wunsch mindestens eines der anwesenden Mitglieder findet eine Abstimmung geheim statt. Abstimmungen zu Personalentscheidungen finden stets geheim statt.

 

§ 7 Wahlen
(1) Wahlen werden grundsätzlich geheim durchgeführt.
(2) Bei Wahlen gilt als gewählt, wer im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Stimmenenthaltungen gelten als abgegebene gültige Stimmen. Wird die Mehrheit im ersten Wahlgang nicht erreicht, so findet ein zweiter Wahlgang statt. In ihm ist gewählt, wer die meisten Stimmen erhalten hat. Bei Stimmengleichheit entscheidet das von der/dem Vorsitzenden zu ziehende Los. Ist nur ein/eine Kandidat/in vorgeschlagen, so findet nur ein Wahlgang statt, für den die Sätze 1 und 2 gelten.

 

§ 8 In-Kraft-Treten
Diese Ordnung tritt durch Genehmigung durch den Kirchenbezirksvorstand Freiberg am 13.11.2009 in Kraft.
Die Änderungen treten zum 01.04.2017, nach der Genehmigung durch den Kirchenbezirksvorstand Freiberg, in Kraft.