Samstag 1.7.

Heute war ein ganz besonderer Tag, denn am Nachmittag sollten der Übergang von der ersten in die zweite Woche des Ritterlagers und das große Mittelalterfest stattfinden. Dafür waren noch einige Vorbereitungen nötig.

Deshalb machten sich alle nach dem üblichen Aktivstart und einem üppigen Frühstück an die Arbeit – das Gepäck wurde gepackt, das Gelände aufgeräumt, das Essen wurde vorbereitet und die Stationen und Stände wurden aufgebaut.

Zwischendurch gab es dann noch einen kleinen Snack zur Stärkung, bevor die ersten Eltern, Geschwister, Großeltern und Verwandte kamen, um die Schwertleite zu sehen. In einer feierlichen Zeremonie wurden die Teilnehmer nach einer Woche Ritterlager von Ritter Roland zu Knappen, Rittern, Silberrittern, Zunftmeistern oder Lehnsherren geschlagen und bekamen eine Urkunde sowie eine besondere Perle für ihre Kette.

Anschließend begann auf dem Gelände das Mittelalterfest, bei dem es viele unterschiedliche Aktionen und Stationen gab. Zum Beispiel konnten die Kinder wieder den großen Jenga-Turm bauen, gegen Freunde und Familie ihr Können beim Turnierkampf beweisen oder Jugger spielen. Und natürlich sorgte unsere Küche für das leibliche Wohl unserer Gäste mit diversen Suppen, Kuchen und Getränken. Das Highlight des Festes waren wohl die echten Ritter, die Groß und Klein beim Schaukampf bestaunten.

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So klang die erste Woche Ritterlager aus, alle Kinder wurden abgeholt und auch die Betreuer machten sich auf den Heimweg. Gleichzeitig zum Ende der ersten Woche trafen die Kinder der zweiten Woche in Seifersdorf ein und nahmen ihre Zelte in Beschlag, denn für sie sollte das Abenteuer Ritterlager erst noch beginnen.

Nachdem sich alle Gäste verabschiedet hatten, startete unsere Woche mit ein paar Kennenlernspielen an der frischen Luft und dem Erkunden des Geländes zusammen mit den Zeltbetreuern.

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Im Anschluss speisten wir zum ersten Mal gemeinsam wie Könige und Königinnen an der reich gedeckten Tafel. Später am Abend lernten alle etwas ganz Neues kennen: das Kartenspiel, welches es dieses Jahr erstmals gibt. Ähnlich wie bei anderen Sammelkarten können in diesem Spiel zwei Spieler im Duell gegeneinander antreten und um den Sieg kämpfen. Die Helden auf den Karten sind dabei die Mitarbeiter des Ritterlagers, zusätzlich gibt es noch verschiedene Gelände-, Ausrüstungs- und Standardkarten.

Nachdem uns das Spiel erklärt wurde und jeder seine Startkarten erhalten hat, wurde es Zeit für den ersten Teil unserer Abendgeschichte. Alle Kinder hörten gespannt zu, konnten dadurch auch das darauf folgende Rätsel lösen und sich damit die ersten Talente (unsere Währung im Ritterlager) verdienen. Im Anschluss daran machten wir uns alle in Stille auf in die Kirche zur täglichen Abendandacht, bei der wir den Tag Revue passieren ließen und zur Ruhe kamen, bevor jede Zeltgruppe von ihrem Mitarbeiter ins Bett – bzw. in den Schlafsack - gebracht wurde.

Nach diesem erlebnisreichen ersten Tag träumte bestimmt jeder von den vielen Abenteuern, die wir noch zusammen bestreiten werden. Und morgen geht es auch schon los!

 

Sonntag 2.7.

Nach einer regnerischen Nacht wurden alle mit einem Lied geweckt und spätestens nach dem Aktivstart an der frischen Luft waren alle munter. Da schon die ersten Mägen anfingen zu knurren, setzen wir uns schnell an den Frühstückstisch, um uns für den Tag zu stärken. Zuvor hörten wir noch die Geschichte vom Hirtenjungen David, der König werden soll.

Ein wenig später machten wir uns auf in die Kirche, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Der Gottesdienst wurde von uns gestaltet und wir haben uns über alle Familien und Freunde, sowie alle Gemeindemitglieder, die diese Stunde zusammen mit uns verbrachten, sehr gefreut. Wir sangen, beteten und sahen unter anderem den ersten Teil der Geschichte um die Ritter Roland und Christian über das Thema Vertrauen.

Das Mittagessen war heute ganz anders als üblich, denn jede Zeltgruppe durfte sich aus mehreren Zutaten ein eigenes Gericht zusammenstellen. So entstanden viele verschiedene Kreationen - von Kartoffelsalat über Reis mit Gemüse war alles dabei.

Auch die Freizeit gestalteten die Kinder ganz individuell – einige spielten zusammen Jugger, andere malten und wieder andere ruhten sich noch ein wenig aus.

Echte Ritter brauchen ein Schwert, deshalb war es heute an der Zeit, dass sich jeder ein eigenes Schwert baut (oder sein Altes repariert). So begann die große Bastelei, bei der die Kinder natürlich von den Mitarbeitern mit Rat und Tat unterstützt wurden.

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Nachdem nun jeder sein eigenes Schwert hatte, musste natürlich noch der richtige Umgang damit erlernt werden. Dazu versammelten sich alle und absolvierten diverse Übungen mit dem Schwert. Danach konnte dann auch das erste Spiel gespielt werden, bei dem die zuvor erlernten Grundsätze des Kämpfens praktisch geübt werden konnten.

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Nach mehreren Spielrunden waren alle geschafft und brauchten eine Stärkung, zum Glück war das Abendessen fertig, sodass wir es uns richtig schmecken lassen konnten. Als dann alle bettfertig im Rittersaal erschienen waren, konnten wir auch weiteren Kapiteln der Abendgeschichte lauschen und knifflige Rätsel lösen.

Anschließend war es wieder an der Zeit still zu werden und in die Kirche zu gehen, um dort die Abendandacht zu halten. Danach krochen alle müde in ihren Schlafsack und träumten vermutlich schon von den Abenteuern, die uns morgen erwarten.

 

Montag 3.7.

Im Gegensatz zu gestern erwartete uns heute ein sonniger Tag, wodurch uns das Aufstehen und das Spiel beim Aktivstart gleich viel leichter fielen. Währenddessen bereitete die Küche zusammen mit dem Küchendienst, den die Zeltgruppen abwechselnd übernehmen, das Frühstück für alle vor. Bevor wir anfingen, hörten wir eine weitere Geschichte über David aus der Bibel. Nach dem Frühstück war es dann an der Zeit in den Zelten ein wenig Ordnung zu schaffen. Also bewaffneten sich alle mit Kehrschaufel und Besen und räumten auf, bevor es in den Rittersaal ging.

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Dort sangen wir alle gemeinsam und sahen danach den zweiten Teil der Geschichte um Roland und Heinrich. In Christiansdorf, dem Dorf von Roland, treffen drei verschiedene Kulturen – die sächsischen Ritter, die Böhmen und die Slawen – aufeinander und es kommt zu Konflikten. Zum Beispiel halten sich die Ritter aus Meißen für etwas Besseres. In Anlehnung daran beschäftigten wir uns in einem kurzen Thema mit „Rittern“ in unserer heutigen Zeit. Diese „Ritter“ können zum Beispiel die „coolen“ Leute in der Klasse sein.

Anschließend gab es zum ersten Mal in dieser Woche Zeit, verschiedene Workshops auszuprobieren. Jedes Kind hatte die Wahl, zu welchem Workshop es gehen wollte, die Auswahl war groß – von Seilerei, über Zinngießen, Kartenspielturnier, Parcour, Design, Lederverarbeitung und Seifenherstellung, bis hin zu Schnitzen war alles dabei. Auch in den nächsten Tagen wird es wieder Zeit für Workshops geben, sodass die Kinder möglichst viel ausprobieren und entdecken können. Nachdem sich alle kreativ austoben konnten, aßen wir gemeinsam zu Mittag und die anschließende Mittagspause diente allen zur Erholung.

Ausgeruht machten wir uns dann zusammen auf in den nahegelegenen Wald. Von dort aus hatten wir auch einen guten Ausblick auf Seifersdorf.

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Im Wald war ausreichend Zeit und Platz für ein Geländespiel. Die Kinder wurden dafür in zwei Teams mit jeweils einer Fahne eingeteilt. Das Ziel des Spiels war es dann, die eigene Fahne zu beschützen und die der Gegner in Besitz zu bringen. Nach mehreren Spielrunden und einer Kaffeepause machten wir uns wieder auf den Weg zurück ins Zeltlager.

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Dort angekommen wartete schon ein leckeres Abendbrot auf uns. Danach machten sich alle bettfertig, um wenig später einen weiteren Teil der Abendgeschichte zu hören und vor der Abendandacht in der Kirche Rätsel zu lösen. So ging ein weiterer Tag unseres Abenteuers zu Ende und wir sind gespannt, was uns morgen erwartet.

 

Dienstag 4.7.

Der heutige Tag begann für die Kinder mit Musik, die zwar nicht allen gefiel, aber dafür sorgte, dass alle geweckt wurden und gegen um acht bereit für den Aktivstart waren. Bevor wir uns über das Frühstück hermachten, hörten wir wieder etwas von David aus der Bibel, nämlich wie David den Riesen Goliath besiegte. Nach dem Frühstück war es dann wieder an der Zeit in den Zelten Ordnung zu machen.

Weiter ging es dann mit einer Lobpreiszeit, in der wir gemeinsam mehrere Lieder sangen. Danach tauchten wir wieder in die Welt von Ritter Roland und Ritter Heinrich ein, in der Einiges los ist. In Christiansdorf spitzt sich die Lage zwischen den verschiedenen Kulturen weiter zu und ein großer Streit entsteht, welchen Roland versucht friedlich zu lösen. Und dann gibt es auch noch Probleme mit Heinrich aus dem Nachbardorf, der eine Intrige gegen Roland zu spinnen beginnt.

Anschließend sollten die Kinder beim Thema Gerechtigkeit selber aktiv werden. Die Aufgabe war es, eine bestimmte Anzahl von Süßigkeiten in der Gruppe zu verteilen. Die Gruppen entwickelten dafür verschiedene Strategien und setzten sich so mit dem Thema auseinander.

Wie schon gestern war es im Anschluss an das Thema Zeit für die verschiedenen Workshops. Zusätzlich zu einigen Workshops, die es schon gestern gab, standen auch ein paar neue Workshops auf dem Programm, zum Beispiel konnten Kerzen gebastelt werden und die Kinder hatten auch die Möglichkeit, ihre Wappenröcke zu bemalen.

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Nach ungefähr zwei Stunden ging die Workshopzeit dann zu Ende und das Mittagessen stand auch schon bereit. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es in die Mittagspause. Diese war heute länger als gestern, sodass ausreichend Zeit war sich zu sonnen, einen kleinen Mittagsschlaf zu machen, „Jugger“ zu spielen, zu malen oder zu tun, wonach einem sonst noch war. Außerdem gab es die Möglichkeit, in den nahegelegenen Dorfladen zu gehen und sich von seinem Taschengeld etwas zu kaufen. Als alle wieder zurück waren, stärkten wir uns mit Schokokuchen, bevor wir auf dem Gelände ein neues Geländespiel spielten. Das Grundprinzip, welches wir schon im Wald spielten, blieb gleich, allerdings gab es zusätzliche Quests, die von den Kindern erfüllt werden konnten, zum Beispiel musste einem alten Mann bei seinem Einkauf geholfen und ein Gefangener befreit werden.

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Später war es dann Zeit für das Abendessen, welches die Küche für alle Hungrigen zubereitet hatte. Danach machten sich alle bettfertig und kamen in den Rittersaal zum Abendprogramm, welches heute etwas anders war. Zu den Tugenden eines Ritters gehört nämlich auch das Tanzen, weshalb wir begonnen, einen mittelalterlichen Tanz zu erlernen.

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Nachdem wir den ersten Teil des Tanzes beherrschten, gab es einen weiteren Teil der Abendgeschichte mit einem Rätsel, bei dem sich die Zeltgruppen wieder Talente verdienten. Beim Abendabschluss in der Kirche konnten alle zur Ruhe kommen. In der Hoffnung auf genauso schönes Wetter wie heute für unseren morgigen Badetag kuschelten wir uns in die Schlafsäcke und schliefen erschöpft ein.

 

Mittwoch 5.7.

Heute Morgen wurden wir von den warmen Strahlen der Sonne geweckt, weshalb wir wie geplant baden gingen. Zuvor starteten wir aber wieder mit einem Spiel, einer Bibelgeschichte von David und einem üppigen Frühstück in den Tag. Dann packte jeder Handtuch, Badesachen und ein Lunchpaket in den Rucksack, cremte sich mit Sonnencreme ein und dann ging es auch schon los.

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Gut gelaunt liefen wir zur Talsperre Malter, dort angekommen breiteten wir unsere Handtücher auf der Wiese aus und dann ging es gleich das erste Mal ins kühle Nass.

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Insgesamt gab es drei Mal die Möglichkeit im Wasser zu schwimmen, zu tauchen oder zu plantschen. Alle Nicht-Wasserratten konnten sich auf dem Volleyballfeld oder dem Spielplatz vergnügen, Spiele spielen oder einfach nur in der Sonne liegen.

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Zwischendurch ließen wir uns unsere Lunchpakete schmecken und genossen die Sonne in vollen Zügen. Am frühen Nachmittag packten wir dann unsere sieben Sachen zusammen und machten uns auf den Rückweg.

Wieder im Lager angekommen stärkten wir uns mit Keksen und Wassermelone für das Kommende, auf dem Gelände gab es nämlich noch einiges zu entdecken. In Gruppen mussten die Kinder an verschiedenen Stationen Aufgaben bewältigen, um sich Talente zu verdienen.

Zum Beispiel musste man beim „Monkey Tree“ (natürlich gesichert) auf einen Baum klettern und versteckte Talente suchen. Außerdem mussten die Kinder Geschick beweisen, als sie Muttern über einen Stab fädeln sollten. Eine weitere Station war das Zielwerfen, bei dem mit den unterschiedlichsten Gegenständen, zum Beispiel Brötchen, Tellern und Klopapier, Kisten in verschiedener Entfernung getroffen werden sollten. Besonders gut gefiel vielen Kindern der Riesen-Jenga-Turm, wo es die meisten Ebenen oben drauf zu bauen galt.

Nach dem regen Stationsbetrieb war noch etwas Zeit bis zum Abendbrot, die wieder jeder individuell gestaltete. Während der Pause grillten einige Mitarbeiter für uns alle Bratwürste und Grillkäse auf dem Grill. Zusätzlich bereitete die Küche noch diverse Beilagen vor. So ließen wir es uns alle richtig schmecken und genossen das schöne Wetter. Später trafen wir uns dann alle im Schlafanzug im Rittersaal, um den nächsten Teil der spannenden Abendgeschichte zu hören und ein kniffliges Rätsel zu lösen. Danach zogen wir in Stille zur Kirche, um bei der Abendandacht den Tag Revue passieren zu lassen. Anschließend gingen wir alle erschöpft ins Bett und träumten schon von den nächsten Abenteuern hier im Ritterlager.

 

Donnerstag 6.7.

Auch heute erwartete uns wieder ein schöner Tag und wir starteten wie jeden Tag mit dem Aktivstart und dem Frühstück in den Tag. Auch heute hörten wir wieder eine Geschichte aus der Bibel von David bevor wir es uns schmecken ließen.

Nachdem jeder Zähne geputzt hatte und die Zelte aufgeräumt waren, trafen wir uns zum gemeinsamen Singen im Rittersaal. Beim vorletzten Teil der Anspielgeschichte kommt es in Christiansdorf zu einem Aufstand. Im gleichen Moment kommen neue Bergleute und Schmelzer in die Gegend und beide Ritter versuchen sie für das eigene Dorf zu gewinnen. Beim anschließenden Thema stand Vertrauen im Mittelpunkt. In mehreren Gruppen testeten wir dann, ob wir uns gegenseitig vertrauen und aufeinander verlassen.

Kurze Zeit später startete dann auch die schon sehnsüchtig gewünschte Workshopzeit. Auch heute standen sowohl schon bekannte, als auch neue Angebote zur Auswahl, zum Beispiel hatten die Kinder noch einmal die Möglichkeit den Riesen-Jenga-Turm zu bauen oder auf den „Monkey Tree“ zu klettern. Nach ungefähr zwei Stunden stand schon das Mittagessen für uns bereit, weshalb schnell alle Sachen eingeräumt wurden, wir uns an die Tische setzten und es uns schmecken ließen.

Auch heute entschieden wir uns aufgrund des schönen Wetters, eine lange Mittagspause einzulegen. Jeder konnte also selbst entscheiden, wie er die Freizeit gestalten wollte. Auf dem Zeltplatz zum Beispiel herrschte Ruhe, sodass die Möglichkeit für einen kleinen Mittagsschlaf bestand. Auf der Wiese hingegen war genug Platz, um zu spielen oder sich zu sonnen. Einige Kinder malten auch fleißig oder duellierten sich mit ihren Sammelkarten.

Für den Rest des Nachmittages war ein Geländespiel geplant, doch bevor dieses gestartet werden konnte, gab es noch eine kleine Stärkung für alle. Kurz darauf begann dann endlich das Spiel, welches nach dem gleichen Prinzip wie schon vor ein paar Tagen gespielt wurde.

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Nach dem Spiel war es dann auch schon an der Zeit für das Abendbrot und anschließend für das Abendprogramm.

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Heute lernten wir einen weiteren Teil des höfischen Tanzes und bevor wir die Abendgeschichte hörten, gab es noch ein Highlight. Zwei Magier von weit her waren angereist, um uns ihren neusten Trick zu präsentieren. Die Zeltgruppen konnten sich sogar noch zusätzlich Talente verdienen, wenn sie errieten, wie dieser Trick funktionierte.

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Da heute ein Tag voller Überraschungen war, gab es selbst nach der Abendandacht in der Kirche noch eine Überraschung. Zu uns auf den Zeltplatz kamen nämlich auch noch Gaukler, die uns eine Feuershow darboten. Nach diesem schönen Tag gingen wir erschöpft ins Bett und sind schon gespannt auf den morgigen Tag.

 

Freitag 7.7.

Zum Glück blieben wir letzte Nacht vom Regen weitestgehend verschont und auch heute Morgen blieb es trocken. Mit Gesang wurden alle Kinder geweckt und kurze Zeit später spielten wir Kettenhasche, um aktiv in den Tag zu starten.

Um das gute Wetter am Vormittag zu nutzen, beschlossen wir nach dem Frühstück mit einem Stationsbetrieb zu beginnen. Überall auf dem Gelände wurden verschiedenste Stationen aufgebaut. Die Kinder mussten zum Beispiel gegen wilde Bullen kämpfen, einen Super12-Barbaren bezwingen, Speerwerfen, Brückenbauen, Wasser in löchrigen Gefäßen transportieren und vieles mehr.

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So verdienten sie sich weitere Talente, die heute Abend noch zum Einsatz kommen sollten. Nach diesen Anstrengungen hatten sich alle das Mittagessen und die anschließende Freizeit redlich verdient.

Nach der Pause wurde das Lager jedoch plötzlich von Barbaren angegriffen, weshalb sich die Kinder in einer großen Endschlacht beweisen mussten. Nach nun fast einer Woche im Ritterlager meisterten sie aber auch diese Herausforderung.

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Danach konnten die tapferen Ritter ihren Magen mit Wassermelone und kühlen Getränken wieder füllen. Aufgrund der Hitze und da alle erschöpft vom Kampf waren, verlängerten wir die Pause noch etwas und sangen erst am späten Nachmittag gemeinsam.

Im Anschluss daran sahen wir dann den letzten Teil der Geschichte um Roland und Heinrich. Roland erfährt von den schlimmen Zuständen in Heinrichsdorf und beginnt endlich dagegen zu handeln, indem er den Markgrafen darüber in Kenntnis setzt, wodurch alle Unterdrückten aus Heinrichsdorf befreit werden. Allerdings schwört Heinrich Rache, mal sehen, wie es mit den beiden im nächsten Jahr weitergeht.

Thematisch ging es dann um Handeln und sich für etwas einzusetzen, jeder überlegte sich dazu etwas, was er nach dieser Woche im Ritterlager in seinem Leben verändern möchte. Nach diesem „Theorieunterricht“ wurden wir wieder aktiv und lernten die letzten Schritte des Tanzes, diesen möchten wir nämlich morgen zur Schwertleite den Eltern vortanzen.

Nach dem Abendessen, welches wir aufgrund eines Regengusses ganz spontan nach drinnen verlegten, wartete noch eine Auktion auf uns. Drei Händler kamen nach Seifersdorf, um leckere Süßigkeiten und Getränke zu versteigern, bezahlt wurde mit den in den letzten Tagen gesammelten Talenten. Die Süßigkeiten mussten natürlich noch vor dem Abendprogramm in den Zelten probiert werden.

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Später hörten wir dann den letzten Teil unserer Abendgeschichte und gingen das letzte Mal in die Kirche zur Abendandacht. Anschließend gingen alle in ihre Zelte, der Weg wurde uns dabei heute Abend von Fackeln beleuchtet. So ging unser letzter voller Tag im Ritterlager zu Ende.

Morgen, am Samstag, steht noch der krönende Abschluss, die Schwertleite, um elf Uhr an. Bei der Schwertleite steigen die Kinder einen Rang auf und werden zu Knappen, Rittern, Silberrittern, Zunftmeistern oder Lehnsherren geschlagen. Anschließend geht es für alle wieder in Richtung Heimat, denn unsere gemeinsame Woche ist leider vorbei.

Nun endet auch der Blog, der eine Art Tagebuch für uns war. Wir blicken auf eine abenteuerliche Woche im Ritterlager zurück. Gemeinsam haben wir alle Höhen und Tiefen überstanden, wir haben so vieles zusammen erlebt und sind zu einem richtig guten Team geworden –sowohl die Teilnehmer, als auch die Mitarbeiter.

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr im Ritterlager, wenn es wieder heißt: Auf zur Mark Seifersdorf! Bis dahin wünschen wir Ihnen und Euch schöne Sommerferien, bleibt behütet!